Dahmen fordert zum Maskentragen in Innenräumen auf

Karl Lauterbach (l) und Janosch Dahmen im Bundestag. (Foto: Kay Nietfeld/dpa)
Karl Lauterbach (l) und Janosch Dahmen im Bundestag. (Foto: Kay Nietfeld/dpa)
Karl Lauterbach (l) und Janosch Dahmen im Bundestag. (Foto: Kay Nietfeld/dpa)

Der Grünen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen hat angesichts steigender Corona-Infektionszahlen zum Maskentragen in Innenräumen aufgerufen.

Im Moment werde in Innenräumen vielfach kein Mund-Nasen-Schutz mehr getragen, was es dem Virus „superleicht“ mache, sagte Dahmen im ARD-„Morgenmagazin“. Neben der notwendigen Rechtsgrundlage für den Herbst, die derzeit erarbeitet wird, sollten Masken daher schon jetzt freiwillig auch in Innenräumen getragen werden, mahnte Dahmen.

Der Grünen-Politiker betonte, jeder kenne in seinem Umfeld aktuell Menschen, die erkrankt seien. Man sehe, dass viel Personal in Krankenhäusern fehle. Auch sei mancher Sommerurlaub in Gefahr, weil etwa Beschäftigte bei Fluggesellschaften ausfielen.

Vierte Impfung im Gespräch

Dahmen forderte ferner eine Kampagne im Sommer für zweite Auffrischimpfungen. Diese sollten nicht nur über 70-Jährigen, sondern auch flächendeckend bei Menschen über 60 Jahren und mit Vorerkrankungen vorgenommen werden. Auch sollte geprüft werden, ob nicht alle Erwachsenen diese vierte Impfung erhalten sollten, um mit „frischem Impfschutz“ besser im Herbst geschützt zu sein als in vergangenen Jahren.

Die Infektionszahlen sind in den vergangenen Wochen stark gestiegen. Das Robert Koch-Institut gab am Dienstag die offizielle Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen mit 687,7 an. Am Vortag hatte der Wert bei 650,7 gelegen (Vorwoche: 635,8; Vormonat: 257,6). Experten schätzen die tatsächliche Zahl etwa doppelt so hoch, weil viele Infizierte keinen PCR-Test mehr machen und damit nicht erfasst werden.

© dpa-infocom, dpa:220705-99-911197/3

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