Veröffentlicht am 28.03.2022 12:43

Transporter um mehr als 50 Prozent überladen

Teuer wird für zwei Spediteure der Versuch, in ihren Fahrzeugen mehr Waren als erlaubt zu befördern.

Um mehr als fünfzig Prozent überladen war ein Kleintransporter, dessen 44-jähriger Fahrer eine Streife der Verkehrspolizei Ansbach am Freitag gegen 22:30 Uhr an der Anschlussstelle Herrieden an der Autobahn 6 stoppte.

Dies bedeutet für den Selbstständigen aus Rumänien ein Bußgeldverfahren, in dem er einer Geldbuße in Höhe von rund 235 Euro sowie einem Punkt in der Verkehrssünderkartei in Flensburg entgegen sieht. Den zu erwartenden Betrag für die Geldbuße musste er in bar hinterlegen. Darüber hinaus musste er einen Teil seiner Ladung, die aus Sperrmüll bestand, vor der Weiterfahrt auf eigene Kosten in ein zweites Fahrzeug umladen.

Am Freitag gegen 10.20 Uhr war für einen 33-Jährigen an der Anschlussstelle Neuendettelsau der A6 die Fahrt vorübergehend zu Ende. Er hatte auf seinem Gespann, bestehend aus einem Kastenwagen und einem Anhänger, gebrauchte landwirtschaftliche Geräte transportiert.

Allerdings war die Ladung auch in diesem Fall viel zu schwer. Das Zugfahrzeug war um 56 Prozent und der Anhänger um über vierzig Prozent überladen. Damit muss dieser Kleinunternehmer aus Rumänien neben dem obligatorischen Punkt in Flensburg ein Bußgeld von 500 Euro erwarten. Diesen Betrag musste er ebenfalls als Sicherheit für das eingeleitete Verfahren hinterlegen.

Die Verkehrspolizei stoppt solche Transporte, weil drastisch überladene Fahrzeuge ein erhöhtes Risiko bedeuten. Bei ihnen ändert sich nicht nur der Bremsweg, sondern auch das Verhalten etwa bei Richtungswechseln und in Kurven.

Manfred Blendinger

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