Veröffentlicht am 05.08.2022 14:15

Aiwanger fordert Zuschuss für Wechsel von Gas auf Öl

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) nimmt an einer Pressekonferenz teil. (Foto: Peter Kneffel/dpa/Archivbild)
Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) nimmt an einer Pressekonferenz teil. (Foto: Peter Kneffel/dpa/Archivbild)
Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) nimmt an einer Pressekonferenz teil. (Foto: Peter Kneffel/dpa/Archivbild)

Angesichts des befürchteten Gasmangels im kommenden Winter fordert Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger Bundeszuschüsse für Unternehmen, die kurzfristig von Gas auf Öl wechseln können. Nach Aiwangers Kalkül könnte damit sowohl Gas als auch Geld gespart werden. „Im ganzen Land gibt es viele Unternehmen, die ohne große Schwierigkeiten von Gas auf andere Energieträger umstellen könnten“, sagte Aiwanger am Freitag. Die Firmen täten das vielfach aber nicht, „weil sie noch günstige alte Gasverträge haben“.

Der Freie Wähler-Chef bezieht sich darauf, dass Brauereien und viele andere Unternehmen Zweistoffbrenner installiert haben, die sowohl Gas als auch Heizöl verfeuern können. Derzeit werde Gas auf dem Weltmarkt sündhaft teuer eingekauft, um die Speicher für den Winter zu befüllen - Aiwanger sprach von zwei Euro pro Kubikmeter für den österreichischen Speicher Haidach.

Der Wirtschaftsminister plädierte deshalb dafür, dass der Bund den Unternehmen mit flexibler Energieversorgung die Differenz zwischen ihrem günstigen Gas- und dem höheren Ölpreis ersetzt, so dass diese ohne finanzielle Einbußen umstellen können. „Es wird also seitens der Bundesregierung mehr als nötig Steuergeld eingesetzt und der Gaspreis mehr als nötig nach oben getrieben“, kritisierte Aiwanger.

© dpa-infocom, dpa:220805-99-286961/2

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