Veröffentlicht am 19.05.2022 15:05

Abgelenkt durchs Handy: Autofahrer werden überführt

In Rheinland-Pfalz wird ein neues System zur Überwachung von Handyverstößen im Straßenverkehr vorgestellt. (Foto: Melissa Erichsen/dpa)
In Rheinland-Pfalz wird ein neues System zur Überwachung von Handyverstößen im Straßenverkehr vorgestellt. (Foto: Melissa Erichsen/dpa)
In Rheinland-Pfalz wird ein neues System zur Überwachung von Handyverstößen im Straßenverkehr vorgestellt. (Foto: Melissa Erichsen/dpa)

Wer beim Autofahren sein Handy oder Tablet in die Hand nimmt, kann künftig mit einem neuen Kamerasystem überführt werden. Das in Deutschland einzigartige Pilotprojekt zur Überwachung von Ablenkungsverstößen durch Handynutzung beginne im Juni in Rheinland-Pfalz, kündigte Innenminister Roger Lewentz (SPD) in Mainz an.

Die niederländische Polizei hat das System namens Monocam zusammen mit der Universität in Utrecht entwickelt und setzt bereits 20 Geräte ein, wie Marcel Masselink aus den Niederlanden berichtete.

Etwa ein halbes bis ein Prozent aller Autofahrer würden damit überführt. In Mainz waren es am Donnerstag bei einem ersten Test im starken Verkehr trotz eines Hinweisschilds etwa 20 Auto- und Lastwagenfahrer pro Stunde.

Die Kamera löst in einem Livestream aus, wenn ein Mobiltelefon und eine entsprechende Handhaltung erkannt werden. Geschulte Polizisten bewerten dann unmittelbar vor Ort den festgestellten Verstoß. Die Handynutzung am Steuer wird in Deutschland mit einem Bußgeld von 100 Euro und einem Punkt in Flensburg geahndet. Ziel des Projektes sei es, Unfälle zu verhindern und die Zahl der Verkehrstoten und -verletzten weiter zu senken, sagte Lewentz.

Monocam wird zunächst drei Monate im Polizeipräsidium Trier und dann drei Monate im Polizeipräsidium Mainz erprobt. Die Ergebnisse würden der Innenministerkonferenz zur Verfügung gestellt, sagte Lewentz.

© dpa-infocom, dpa:220519-99-353594/2

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