Veröffentlicht am 11.03.2022 15:30

19-Jähriger sitzt nach Drogenrazzia in U-Haft

Mit Haschisch, Marihuana und Ecstasy handelten drei Heranwachsende in Dinkelsbühl und Wassertrüdingen. (Foto: picture alliance / dpa)
Mit Haschisch, Marihuana und Ecstasy handelten drei Heranwachsende in Dinkelsbühl und Wassertrüdingen. (Foto: picture alliance / dpa)
Mit Haschisch, Marihuana und Ecstasy handelten drei Heranwachsende in Dinkelsbühl und Wassertrüdingen. (Foto: picture alliance / dpa)

Der Handel mit Rauschgift hat für einen 19-Jährigen schwere Folgen. Weil er trotz einer laufenden Bewährung weiter dealte, sitzt er jetzt in Untersuchungshaft.

Er war erst am Ende des vergangenen Jahres wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz zu einer einjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Diese wurde zur Bewährung ausgesetzt.

Die Chance, in Freiheit zu bleiben, nutzte der junge Mann nicht. Die Ermittler von der Polizeiinspektion in Dinkelsbühl hatten ein waches Auge auf ihn. Sie gewannen immer mehr Hinweise darauf, dass er und sein Umfeld weiter mit Drogen handelten. Als sie genügend Erkenntnisse hatten, beantragten sie beim Amtsgericht Ansbach die Durchsuchung von Wohnungen in Dinkelsbühl und Wassertrüdingen.

Neben dem Hauptverdächtigen waren ein 16-Jähriger und ein 20-Jähriger unter Verdacht. Zu Recht, wie die Razzia am Mittwochmorgen zeigte. Bei dem Trio wurden rund 720 Gramm Marihuana, 240 Ecstasy-Pillen und 40 Gramm Haschisch sichergestellt.

Die Ecstasy-Pillen und rund 500 Gramm Marihuana entdeckten die Beamten in der Wohnung des 19-Jährigen. Gegen ihn erließ die zuständige Ermittlungsrichterin auf Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehl. Er wurde festgenommen und in eine Justizvollzugsanstalt verbracht.

Die anderem Betäubungsmittel wurden bei den 20 und 16 Jahre alten Verdächtigen gefunden. Sie blieben auf freiem Fuß. Der 16-Jährige hatte zudem ein verbotenes Springmesser bei sich. Gegen ihn wird deshalb auch wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz ermittelt.

Die Aktion richtete sich gegen die örtliche Drogenszene, sagte der Dinkelsbühler Inspektionsleiter Peter Wack auf Anfrage. Sie sei in enger Abstimmung mit der Ansbacher Kripo gelaufen, aber nach derzeitigem Stand getrennt von einer großen Serie von Drogendelikten zwischen Ansbach, Rothenburg und Dinkelsbühl zu sehen.

Dieser Serie geht die Kripo seit über einem Jahr mit der Ermittlungskommission „Westwind“ nach. Sie ist bisher für 36 Personen in Untersuchungshaft und zahlreiche weitere Verfahren, die auch ins benachbarte Baden-Württemberg reichen, verantwortlich.
Manfred Blendinger

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